Schwaben-Lymphtag

„Es freut mich ganz besonders, Sie erstmalig zum Schwaben-Lymphtag in Ludwigsburg willkommen zu heißen.

Die Selbsthilfegruppe Lily Ludwigsburg beschäftigt sich seit fünf Jahren mit Themen aus dem Fachgebiet Lymphologie. Mit unseren Erfahrungen und Überzeugungen haben wir eine gute Balance zwischen Bewährtem und Neuem gefunden und freuen uns, Ihnen ein breitgefächertes, für die Praxis relevantes Themenprogramm anzubieten und unsere Erfahrungen zu den aktuellen Entwicklungen und Verbesserungen in der praxisbezogenen Lymphologie mit Ihnen auszutauschen.

Ihre Ute Neitzel“

» Flyer

Die Verordnungsfähigkeit von Manueller Lymphdrainage bei Lipödem …

… (ICD-10-GM 2020:E88.20-E88.22) ist bisher nur für Patientinnen und Patienten gegeben, bei denen zusätzlich ein Lymphödem diagnostiziert wird. Die S1-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Lipödems (AWMF-Registernummer 037-012) empfiehlt jedoch in Übereinstimmung mit dem etablierten konservativen Primärtherapiestandard Manuelle Lymphdrainage und Kompressionstherapie als Bestandteil der kombinierten physikalischen Entstauungstherapie (KPE) bereits bei einem Lipödem ohne Vorliegen eines manifesten Lymphödems. Der Abfluss ist hier nach dem zugrundeliegenden pathophysiologischen Verständnis nicht wie beim Lymphödem gehemmt, sondern vielmehr angesichts eines mit dem Lipödem einhergehenden erhöhten Flüssigkeitsanfalls zunächst in pathologischer Weise gesteigert. Der Zustand des gesteigerten Lymphtransports führt im weiteren Verlauf zu einer Gefäßschädigung, welche die Entwicklung eines begleitenden Lymphödems zur Folge hat. Neben der funktionellen Unterstützung und damit einer Protektion des lymphatischen Systems vor einer absehbaren bzw. drohenden manifestierten Schädigung führt der Einsatz von Manueller Lymphdrainage und Kompressionsbehandlung beim Lipödem insbesondere auch zu einer wesentlichen Verbesserung des Schmerzzustandes der Patientinnen und damit zu einer Verbesserung der Leitsymptomatik des Lipödems. Im Ergebnis liegt danach beim Lipödem auch ohne manifestiertes Lymphödem eine spezifische, bislang nicht berücksichtigte Form der in der HeilM-RL bereits geregelten Lymphabflussstörung vor. Als Ziele des in der Regel dauerhaft erforderlichen Einsatzes der MLD als Bestandteil der KPE bei Lipödem werden die Unterstützung des lymphatischen Systems, die Verbesserung der stadienunabhängig im Krankheitsbild vorherrschenden Schmerzsymptomatik sowie der krankheitsbedingt erhöhten Hämatomneigung angegeben. Bei gleichzeitigem Vorliegen eines Lymphödems – was nicht in allen Fällen gegeben ist – unterstützt die MLD zugleich den gehemmten Abtransport von im Gewebe befindlichen Flüssigkeitsansammlungen über die Lymphbahnen. …

Der ganze Vorgang ist hier nachzulesen: https://www.g-ba.de/beschluesse/3973/

Liposuktion wird befristet Kassenleistung…

Leider wurden die Bedenken der PatV von der Mehrheit nicht mitgetragen. So schließt der Beschluss nur Frauen im Stadium III mit einem BMI bis 35 ein. Ab einem BMI von 35 wird die Behandlung der Adipositas vorausgesetzt. Und über einem BMI von 40 soll keine Liposuktion stattfinden.

Dies bedeutet, dass nur in Einzelfällen – unter besonderem Abwägen der Risiken – abgesaugt werden darf. Der Beschluss schließt damit leider sehr wenige Betroffene ein, da zum einen über das Stadium I und II gar nicht beraten wurde und zum anderen im Stadium III sehr viele Frauen zusätzlich an Adipositas leiden. Die Zukunft wird zeigen, ob bei Frauen mit einem BMI über 40 und einem Lipödem mit starken körperlichen Einschränkungen zusätzlich zur Adipositasbehandlung eine Liposuktion möglich ist.

Parallel läuft die Erprobungsstudie zu Vor- und Nachteilen einer Liposuktion weiter

Der GBA hatte im Januar 2018 wegen der schlechten Studienlage zu den Vor- und Nachteilen einer Liposuktion beim Lipödem eine eigene Erprobungsstudie beschlossen. Für Frauen, die an einem Lipödem im Stadium I, II oder III leiden und die an der Studie teilnehmen möchten, wurde von den gesetzlichen Krankenkassen eine Website eingerichtet, unter der nähere Informationen zur Studienteilnahme bereitgestellt werden. Interessenbekundungen für eine Studienteilnahme sind ab dem 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2019 möglich.

Wer sich beteiligen möchte, sollte sich diese Website speichern und ab dem 1. Oktober 19 bewerben:

www.erprobung-liposuktion.de

Bei mehr Bewerbern als zur Verfügung stehenden Plätzen entscheidet das Los.

Die Pressemitteilung des GBA findet ihr hier.

Lymphnetzwerk an der Frauenklinik Böblingen

Der Mensch ist nicht Ödem allein

13. Refresherkurs im „Lymphnetzwerk an der Frauenklinik Böblingen“,  26.10.2019

09:00Uhr  Begrüßung

Prof. Dr. med. Stefan Renner (Chefarzt der Frauenklinik Böblingen)

Monika Hörner, Fachärztin der Frauenklinik, Organisatorin des „Lymphnetzwerks“

Offizielle Umbenennung des „Lymphnetzwerks am iBB“ in „Lymphnetzwerk  an der Frauenklinik Böblingen“

09:15Uhr – 09:45Uhr

Prof. Dr. med. Stefan Renner (Chefarzt der Frauenklinik Böblingen)

  • Mögliche Auswirkungen komplexer Operationen im Bauchraum Therapieerfolg mit Nebenwirkungen  – Neuigkeiten zur  Lymphknotenchirurgie
09:45Uhr-10:15Uhr

Kirsten Pritschow  (Betriebs- und Führungspädagogin, Wertecoach, Traumatherapeutin und Supervisorin):

  • „Wieder zu sich selbst finden“, um den Alltag besser meistern zu können! Hilfestellungen für Betroffene und das Behandlungsteam
10:15Uhr – 10:30Uhr

Kaffeepause Besuch der Informationsstände der Sanitätshäuser und Sponsoren

Parallelveranstaltung 10:30Uhr-12:00Uhr

Workshop für Patientinnen mit Kirsten Pritschow:

„Wieder zu sich selbst finden“, um den Alltag besser meistern zu können!

10:30Uhr – 11:15Uhr

Hans Pritschow (Fachlehrer für Manuelle Lymphdrainage (MLD/KPE); Gründer des Zentrums für Manuelle Lymphdrainage Waldkirch):

„Lymphtherapie über den Tellerrand hinaus“  auch Schmerzen, Muskelschwäche und Inkontinenz lindern.

11:15Uhr – 11:40Uhr

PD Dr. med. Kolbenschlag  (leitender Oberarzt der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen):  – Angiosarkom / Steward Treves-Syndrom

11:40Uhr – 12:00Uhr

Monika Hörner, Fachärztin der Frauenklinik:

„Polypharmazie und Ödeme“

12:00Uhr – 13:00Uhr

Mittagspause Besuch der Informationsstände der Sanitätshäuser und Sponsoren

13:00Uhr – 15:00Uhr

Praxiseinheit               „KPE über den Tellerrand hinaus mit Patientinnenvorstellung“

 

Bitte retour bis zum 14.10.2019 per Post / Fax (07031-66822866) / Mail (m.hoerner@klinikverbund-suedwest .de) Anmeldung zum 13. Refresherkurs im Lymphnetzwerk, am Samstag 26.10.2019, 09 :00Uhr – 15:00Uhr Name:____________________________________________________________
Praxis: ___________________________________________________________ Telefon:___________________________________________________________ E-Mail:____________________________________________________________
Ich nehme mit _____Personen am □ Vormittag (Vorträge)
+ am □ Nachmittag (Praxisteil) teil.

11. Lipödemtag des Lipödem Hilfe Deutschland e.V.

unter wissenschaftlicher Leitung von Dr. Frank Labschies

Wo: SOLEPARK, Dr. Tolberg- Saal, Badepark 1, 39218 Schönebeck / Bad Salzelmen

Wann: 05.10.2019 von 10.00 Uhr bis ca. 16.15 Uhr

Programm

09.00 Uhr Einlass

10.00 Uhr Begrüßung und Eröffnung
Marion Tehler / Peggy Bergert

10.10 Uhr Das Lipödem – Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten
Astrid Brandt, FÄ für Lymphologie, Angiologie und innere Medizin,
Schönebeck (Elbe)

10.40 Uhr Liposuktion bei Lipödem – vom Beratungsgespräch bis zur Nachsorge
Dr. Frank Labschies, Plast. und Ästhetischer Chirurg, Berlin

11.25 Uhr Pause / Industrieausstellung

11.40 Uhr Das Lipödem aus gynäkologischer Sicht
Dr. Marion Heck, Gynäkologin und Chirurgin, Hamburg

12.25 Uhr Pause / Industrieausstellung

13.25 Uhr Alles zum Thema Kompressionsversorgung
Gerhard John, Sanitätshaus Oesterreich, Staßfurt

13.55 Uhr REHA beim Lipödem
Dr. Achim Richter, Facharzt für Innere Medizin/Hämatoonkologie,
Chefarzt der Inselberg Klinik Bad Tabarz

14.40 Uhr Pause / Industrieausstellung

15.00 Uhr Lipödem und Patientenrechte – begrenzte Möglichkeiten optimal nutzen
Rechtsanwältin Ruth Leitenmaier, Berching (Bayern)

15.45 Uhr Fragerunde mit allen Referenten

ca. 16.15 Uhr Ausklang und Ende

http://www.lipoedem-hilfe-ev.de/index.php/news-und-termine/lipoedemtag

Stellungnahme zum „Lipödem“

Földiklinik, Fachklinik für Lymphologie, Hinterzarten

Stand: April 2019

© Földiklinik 1/8 Lipoedem_Stellungnahme_042019

Vorbemerkungen:
Das Krankheitsbild Lipödem ist derzeit von großem öffentlichen Interesse: Verunsicherte Patientinnen, ratsuchende Kolleginnen und Kollegen, Selbsthilfegruppen, Kostenträger und nicht zuletzt Vertreterinnen und Vertreter der Presse wenden sich an uns als lymphologische Fachklinik mit der Bitte um Rat, Stellungnahme und Information.

Die folgende Stellungnahme hat das Ziel, den stetigen wachsenden Informationsbedarf zu decken, und die Haltung der Földiklinik rund um das komplexe Krankheitsbild Lipödem darzulegen. Diese Stellungnahme ist keine wissenschaftliche Publikation.

Es sei betont, dass grundlagenwissenschaftliche Daten zur Pathophysiologie der Erkrankung weitgehend ausstehen (siehe unten), Diese Stellungnahme beruht auf den aktuellen verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie auf unserer jahrzehntelangen klinischen Erfahrung im täglichen Umgang mit Lipödem-Patientinnen.

Das Lipödem wird nach aktuell gültiger deutscher S1-Leitlinie von relevanten medizinischen Fachgesellschaften unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie folgendermaßen definiert (www.awmf.org):

vollständiger Text »hier«

Erprobungsstudie

Berlin, 18. April 2019– Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das gesetzlich vorgesehene, europaweite Ausschreibungsverfahren zur Erprobung der Liposuktion bei Lipödem abgeschlossen. Das Zentrum für Klinische Studien (ZKS) der Universität zu Köln wurde gemeinsam mit der Hautklinik des Klinikums Darmstadt beauftragt, die geplante Studie wissenschaftlich zu begleiten und die Ergebnisse auszuwerten. Mit der Erprobungsstudie soll die Frage beantwortet werden, welchen Nutzen die Liposuktion bei Lipödem im Vergleich zu einer alleinigen nichtoperativen Behandlung hat. Zudem sollen weitere Erkenntnisse zu den Risiken und möglichen Komplikationen der Methode gewonnen werden. Der G-BA geht davon aus, dass die ersten Patientinnen voraussichtlich zu Beginn des nächsten Jahres in die Studie aufgenommen werden können.

Das ZKS Köln/Klinikum Darmstadt wird nun im ersten Schritt das Studienprotokoll erstellen und die für den Start der Studie notwendigen behördlichen Genehmigungen sowie ein positives Votum der Ethikkommission(en) einholen.

In Vorbereitung auf die Studie ist das ZKS Köln/Klinikum Darmstadt zudem beauftragt, diejenigen Studienzentren auszuwählen, die die vom G-BA in der Erprobungsrichtlinie festgelegten Anforderungen erfüllen. Dabei muss es sich um nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser beziehungsweise um an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Ärztinnen und Ärzte handeln. Die Studienzentren nehmen dann die geeigneten Patientinnen in die Studie auf und führen die Behandlung und Nachbeobachtung durch.

Vollständiger Artikel -> g-ba.de

 

3. Lymphtag Ostwürttemberg

Hört sich ganz interessant an:

Lipödem: Krankheitsbild, Belastungen und Auswirkungen für die Betroffenen 
Dr. Braga Petkowc Lymphologlsche/ang ologische Reha-Taunuskllnik Bad Nauheim

Neues in der Therapie bei Lymph- und Lipödem, Liposuktion 
Dr. Kathnn Jung, Ärztin der Földiklmik, Mitglied des ärztlichen Direktorium der Földischule, Hinterzarten

Flyer Lymphtag LYNOW.pdf

Lipödem – Mythen und Fakten Teil 1

(T. Bertsch, G. Erbacher)

„Das Lipödem ist weit mehr als einfach nur dickere und schmerzhafte Beine! Die Erkrankung Lipödem ist mit zahlreichen Mythen behaftet. Im ersten Teil dieser Übersicht werfen wir einen kritischen Blick auf zwei populäre Statements zum Lipödem; Statements, die vor Jahrzehnten schon Eingang in wissenschaftliche Publikationen gefunden haben und seither unkritisch und stetig wiederholt werden; Statements, die inzwischen zum selbstverständlichen Wissensallgemeingut von Lipödempatientinnen und vor allem auch von Lipödem-Selbsthilfegruppen geworden sind.”

Den vollständigen Text findet ihr unter:
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.12687/phleb2411-2-2018?articleLanguage=de

Was meint ihr dazu?